Operation HEIL!Kräuter – Kabarett im Dritten Reich

Der Künstler im Schatten des Dritten Reichs
(c) Stefan Rossmann

„Der Herr Hitler kann froh sein, dass er nicht Kräuter heißt. Sonst müssten wir immer Heil Kräuter rufen“, so soll es Karl Valentin in den 1940er Jahren auf der Bühne gesagt haben. Ein Scherz, der zu Zeiten des dritten Reichs nicht ungefährlich war.
Doch trotz allem Druck und aller Gefahr, zahlreiche Kabarettisten schafften es, das Naziregime offen oder zwischen den Zeilen zum Gegenstand ihrer Satire zu machen. Nicht wenige wurden deshalb mit einem Berufsverbot belegt, was allerdings noch die glimpfliche Variante war. Einige landeten hingegen auch in den Konzentrationslagern und selbst dort versuchte mancher noch, seiner Kritik mit Humor Ausdruck zu verleihen. Wieder andere Künstler, meist mit jüdischem Hintergrund, verließen Deutschland, anfangs nach Österreich, was allerdings nur einen kurzen Aufschub darstellte. So finden sich deutsche Kabarettisten ab Ende der 30er Jahre in aller Welt verstreut. Aus der Not heraus und trotz sprachlicher Barrieren entstanden dadurch deutsche Kabarettensembles hervorragender Qualität sogar in New York!
In „Operation HEIL!Kräuter“ präsentieren Sebastian Schlagenhaufer und Ramon Bessel in einem bewegten Reigen ausgewählte Chansons, Texte und kurze Szenen aus Bühnenprogrammen verschiedener mutiger Kabarettisten dieser schweren Zeit, von den Münchener Nachrichtern um Helmut Käutner über Werner Finck, kreativer Kopf der Berliner Katakombe, Fritz Grünbaum und dem Wiener Werkel bis hin zum Exilkabarett in den USA. Ergänzt wird das Programm um Hintergründe zum Leben, Wirken und Schicksal der Akteure, recherchiert, zusammengetragen und präsentiert von Sebastian Schlagenhaufer und Ramon Bessel, der am Klavier die 30er Jahre musikalisch lebendig werden lässt.

Ein Bühnenprogramm der Zeitgeschichte – humorvoll und bewegend zugleich!

„Am Ende weiß man nicht, was man mehr loben soll: Den gekonnten Gesang, die überzeugende Darstellung oder doch die kluge Auswahl der höchst unterschiedlichen Stücke?“ – Süddeutsche Zeitung

Die vollständige Kritik finden Sie hier!

Pressestimmen:

Kritik aus der SZ vom 1. November
Portrait in der SZ
Bayern2 Radiospitzen (ab 42:55 min)

Buchungsanfragen an mail@sebastian-schlagenhaufer.de